Teilhabe konkret

Rubrik: Sonstiges

Gemeinsam mit der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) und mit drei weiteren Trägern der Hamburger Eingliederungshilfe veranstaltete Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH am 22. und 23. Februar den Fachkongress „Teilhabe – geht doch!“ in der HafenCity Universität.

Im Interview mit dem TV Sender NOA4 berichtet unser Geschäftsführer Stephan Peiffer über den Kongress. Schauen Sie sich das Interview auf unserm Youtube Kanal an.

Rund 400 Entscheiderinnen und Entscheider aus dem Deutsch sprachigem Raum besuchten den Kongress und informierten sich über Best Practice Beispiele aus Hamburg. „Auf dem Fachkongress haben wir Bilanz gezogen. Was hat sich für Menschen mit Assistenzbedarf in Hamburg in den letzten 13 Jahren verändert?“, so Stephan Peiffer, Geschäftsführer Leben mit Behinderung Hamburg. „Heute leben bereits 60 Prozent der Menschen mit intensiver Betreuung in der eigenen Wohnung. Und auch die Wohnungsgrößen haben sich immer mehr normalen Wohnungsgrößen angenähert. Auch Wohnen mit stationärer Assistenz hat sich stark verändert. Aktuell leben im Durchschnitt 3,3 Personen in einer Wohnung zusammen, 2005 waren es noch sechs Personen.“

Im Bereich der Tagesförderung machen Menschen mit komplexem Assistenzbedarf im Projekt Auf Achse Arbeitserfahrungen mit Menschen ohne Assistenzbedarf. Die Trägerbudgets haben die Entwicklung zu mehr Innovation und konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen unterstützt. Dieses Instrument soll über 2018 hinaus mit neuen Vereinbarungen fortgeführt werden.

Sozialsenatorin Melanie Leonard eröffnete den Fachkongress. Im Anschluss berichteten Stephan Peiffer und Hanne Stiefvater, Evangelische Stiftung Alsterdorf, vom Umbau der Eingliederungshilfe aus der Perspektive zweier Sozialunternehmen. Leben mit Behinderung Hamburg stellte verschiedene Projekte aus den Bereichen Wohnen, Arbeit und Freizeit vor, zum Beispiel die Inklusive Hausgemeinschaft Shanghaiallee, den Hamburger Kulturschlüssel als Modellprojekt bürgerschaftlichen Engagements oder die Arbeit im Unterstützen Wohnen in der Kombination von Eingliederungshilfe und Pflege mit dem Konzept Integrierte Assistenz.

Zum Ausklang fanden Exkursionen zu einzelnen Projekten statt. Leben mit Behinderung Hamburg lud die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongress nach Harburg ein, wo Klienten und Mitarbeitende über die Aktivitäten im Stadtteil informierten.