Neueröffnung des Atelier Freistil

Rubrik: Neuigkeiten

Hereinspaziert: Am Donnerstag, 21. Juni 2018, lud das Atelier Freistil zur offiziellen Neueröffnung in den Wilhelmsburger Veringhöfen eingeladen. Zwischen Farben, Pinseln und jeder Menge Kunstwerken feierten Künstler, Kollegen und Gäste den Umzug in die neuen Räume.

 

Atelier-Leiterin Bettina Grevel schüttelte eine Hand nach der anderen und freute sich über so viele Gratulanten, schließlich soll das Atelier ein Ort der Begegnung sein, in dem Künstler mit und ohne Behinderung aufeinandertreffen und ein großes Publikum locken sollen. Auch Dr. Pit Hosak von der Behörde für Kultur und Medien gratulierte zur Eröffnung. In seiner Rede ermutigte er die Beteiligten, den „Schritt nach draußen“ zu wagen – obwohl ihm bewusst sei, wie schwierig es sei, sich am Kunstmarkt zu behaupten. Das bestätigte auch Rolf Tretow, Geschäftsführer der Elbe-Werkstätten, und wünschte dem Atelier dabei viel Erfolg.

 

Stephan Peiffer, Geschäftsführer von Leben mit Behinderung Hamburg, betonte: „Das, was die Künstler hier leisten, ist keine Freizeit oder Beschäftigungstherapie, sondern Arbeit.“ Er lobte, dass im Atelier Freistil jeder, unabhängig vom Hilfebedarf, für sein künstlerisches Talent geschätzt werde und unterstrich, wie wichtig es sei, offen für Nachbarn und andere Organisationen zu bleiben.

 

Das scheint gleich zu Beginn bereits  zu funktionieren. So war auch eine Lehrerin der Freien Schule in der Nachbarschaft samt einiger Erstklässler bei der Eröffnung dabei und sagte, dass sie sich sehr über das Atelier und mögliche Kooperationen freue.

 

Antonia Tegtmeyer und Stella Brandt sorgten mit Gitarre und Gesang für einen musikalischen Rahmen und Nora Poppensieker erklärte mit einem eigenen Text aus der Literaturwerkstatt „Tolle Worte“, warum sie auf einen einsame Insel die Farben Rot, Gelb und Blau mitnehmen würde. Wer wollte, konnte sich außerdem von fünf Atelier-Künstlern gleichzeitig zeichnen lassen – und anschließend fünf Versionen des eigenen Gesichts auf Papier sehen. Für ein kaltes Buffet sorgte unter anderem „Chickpeace“, ein von geflüchteten Frauen gegründeter Catering-Service.

 

Das Atelier Freistil ist eine Kooperation der Elbe-Werkstätten und Leben mit Behinderung Hamburg. In den vergangenen Jahren musste es mehrmals seinen Standort wechseln. Nachdem die Umbauarbeiten in den Veringhöfen abgeschlossen waren, konnte das Atelier im März seine neuen Räume beziehen – wo es nun planmäßig auch erstmal bleiben soll.