Viel Butter bei die Fische

Rubrik: Betreuungsverein

Rechtliche Betreuung braucht Stabilität. Das geht nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Darüber waren sich die über 250 Teilnehmenden des Betreuungsgerichtstages am 5. November 2019 schon zu Beginn der Tagung einig. Und wurden prominent unterstützt: „Der Job des Berufsbetreuers muss attraktiver werden – und dafür soll es auch von Seiten der Stadt mehr Mittel geben“, versprach Dr. Matthias Gruhl, Staatsrat der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in seinem Grußwort.

Deutliche Worte, die im Lauf der Veranstaltung immer wieder aufgegriffen wurden. Im großen Saal des Bürgerhauses Willhelmsburg trafen sich mehr als 250 rechtliche Betreuer, Mitarbeitende von Betreuungsgerichten, Behörden und Betreuuungsvereinen aus dem norddeutschen Raum, um über die Situation der rechtlichen Betreuung zu sprechen.

In einer Blitzlicht-Runde mit Vertretern der BMJV-Arbeitsgruppen ging es um Selbstbestimmung und Qualität im Betreuungsrecht. Dabei waren der Vorsitzende des Betreuungsgerichtstages Peter Winterstein, Ulrich Engelfried und Ulrike Thielke vom AG Hamburg-Barmbek und LmBHH-Geschäftsführerin Kerrin Stumpf.

In fünf unterschiedlichen Teilplenen ging es anschließend ans Eingemachte: "Demografischer Wandel und Betreuungsrecht 2025" oder "Fixierungen und ärztliche Zwangsmaßnahmen - Herausforderungen in der Akutpsychiatrie" waren nur zwei der spannenden Themen, die für reichlich Diskussionen, aber auch neue Kontakte und viel professionellen Austausch sorgten.

 

Kerrin Stumpf, die mit dem Betreuungsverein von Leben mit Behinderung Hamburg die Tagung federführend organisiert hatte, zog anschließend ein positives Fazit: „Die Justiz im Norden bringt das Betreuungsrecht ordentlich voran. Das zeigten auch die vielen starken Statements aus den Reihen der Richter und Rechtspfleger“.