Schulbegleitung: Eltern in Alarmbereitschaft

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Kinder mit einer schweren und mehrfachen Behinderung haben oft auch einen komplexen Pflegebedarf. Wenn sie am Unterricht in der Regelschule oder einer Sonderschule teilnehmen sollen, benötigen sie umfangreiche Unterstützung. Die Einführung eines Schulbegleiters pro Grundschule, wie es der Antrag von SPD und Grünen vorsieht, sehen viele Eltern mit Sorge. „Das Thema Schulbegleitung eignet sich nicht als Wahlkampfthema. Die Assistenz von Kindern mit Behinderung in Hamburgs Grundschulen ist noch nicht so, wie sie uns das Bundesteilhabegesetz verspricht“, kritisiert Kerrin Stumpf, Geschäftsführerin Leben mit Behinderung Hamburg Elternverein e.V. „Im Hamburger System der Schulbegleitung gibt es - mit Sachverstand – noch einiges zu tun, damit die Qualität stimmt.“

Bereits letzte Woche hatte die Initiative Gute Inklusion den Bürgerschaftsantrag kritisiert. „Wir unterstützen die Proteste der Initiative Gute Inklusion“, so Stumpf weiter. „Der Bürgerschaftsantrag wird den Interessen unserer Kinder nicht gerecht.“ 

Um im Dialog zu bleiben, hat der Elternverein Vertreter der Schulbehörde in den Elterngesprächskreis Inklusion/Integration am 21. Januar um 19.30 Uhr in den Südring 36 eingeladen. „Bereits 2019 gab es erhebliche Probleme bei der Schulbegleitung“, erläutert Kerrin Stumpf. „So waren zuletzt Schulbegleitungen nicht bewilligt worden oder nicht von nicht in den von den Schulen eingeschätzten Umfängen.“

Der Elterngesprächskreis Inklusion/Integration trifft sich regelmäßig, um auf drängende aktuelle Probleme aufmerksam zu machen.