Ein streitbarer Impulsgeber wird geehrt

Rubrik: Neuigkeiten

Martin Eckert, Vorsitzender des Vorstands von Leben mit Behinderung e.V., wurde am 19. Februar 2020 durch Sozialsenatorin Melanie Leonhard das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Als Vater einer mehrfachbehinderten Tochter engagierte sich der Journalist und studierte Sonderpädagoge früh ehrenamtlich in Selbsthilfegruppen und Behindertenverbänden, insbesondere in denen der Gehörlosenpädagogik und war in den Jahren 1988–1992 verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „zusammen“, einer Zeitschrift für Eltern und Lebensbegleitern behinderter Kinder. Martin Eckert war von 1992–2016 Geschäftsführer des Elternvereins. Er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass der damals unter dem Namen Hamburger Spastikerverein firmierende Elternverein 1993 als Betreuungsverein anerkannt und 1996 in Leben mit Behinderung Hamburg Elternverein e.V. umbenannt wurde. In der Folge sind die Mitgliederzahlen von einigen Hundert auf über 1500 gewachsen. Im politischen Diskurs zu Entscheidungsfragen behinderter Menschen verlieh Eckert den Eltern und Angehörigen seine Stimme. Weit über das übliche Maß brachte der ehemalige Geschäftsführer seine Fachkompetenz in zahlreichen Ehrenämtern in der Behindertenhilfe ein, in Hamburg und bundesweit, u.a. als Mitglied im Vorstand des Bundesverbands für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung bvkm e.V. bis 2010 und von 2002 bis 2015 als Mitglied im Vorstand der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V. „Du hast Eltern vorgemacht, dass sie nicht krumm gehen müssen, weil sie ein behindertes Kind haben“, so Kerrin Stumpf, amtierende Geschäftsführerin von Leben mit Behinderung Hamburg. „Du hast ohne Unterlass Wege aufgezeigt für Angehörige und Mitarbeitende, um gemeinsam – wie es in unserem, von Dir herbeigeführten Leitbild heißt – verbindliche und lebendige Grundlagen zu schaffen für den eigenen Lebensweg von Menschen mit Behinderung.“ Hierfür danken wir Martin Eckert von Herzen.