Mission Inklusion

Rubrik: Neuigkeiten

"Mission Inklusion" lautete das Motto, unter dem Mitarbeitende und Klient*innen am 5. Mai, dem Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, protestierten. Corona-bedingt zogen sie dafür nicht mit Plakaten durch die Straßen, sondern zeigten an den Einrichtungen Flagge - beziehungsweise Banner.

     

100 Stück mit der Aufschrift "Mission Inklusion" wurden an unseren Haus- und Wohngemeinschaften im gesamten Stadtgebiet aufgehängt. Viele wurden zusätzlich bemalt oder besprüht, um möglichst auffällig zu sein. 15 Partner wie der Fanladen St. Pauli oder das Stadtteilzentrum Haus 3 unterstützten die Aktion. Das Ziel: Aufmerksamkeit.

Denn Inklusion bleibt auch in Zeiten der Corona-Pandemie ein wichtiges Thema. Menschen mit Behinderung sind stark vom Leben in Isolation betroffen. Arbeits- und Beschäftigungsangebote für Menschen mit Behinderung sind bis zum 30. Juni geschlossen, der Senat hat außerdem ein ebenso langes Besuchsverbot für Wohneinrichtungen verhängt. Die Nähe zu Angehörigen, zu Freundinnen und Freunden fehlt, nicht alle können elektronische Medien nutzen.

„Mit unserer Mission Inklusion wollen wir zeigen, dass auch Menschen mit Behinderung verantwortlich mit Ansteckungsrisiken umgehen. Sie wollen mitsprechen, wenn es darum geht Einschränkungen festzulegen oder zu lockern“, sagt Stephan Peiffer, Geschäftsführer von Leben mit Behinderung Hamburg. „Auch wenn Teilhabe im Augenblick sinnbildlich hinter den Wohnungstüren verschwindet, müssen wir bereits während des Lockdown Schritte aus der Isolation vorbereiten. Menschen mit Behinderung müssen hier Stimme haben, es geht um ihr Leben.“

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 Hier gibt's das Video zur Aktion.