Endlich wieder Besuch!

Rubrik: Aus den Sozialeinrichtungen

Es fehlt der Kaffee - darin sind sich die Bewohner der Wohngruppe Am Kupferteich einig. "Ein Besuch der Angehörigen bedeutet für unsere Bewohner*innen eigentlich immer Kaffeetrinken", erklärt Maren Meinhart, Leiterin der Wohngruppe "Beim Kupferteich". Momentan ist Essen und Trinken mit Besuchern noch nicht erlaubt. Aber: Immerhin dürfen seit der Lockerung der Besuchsregelung wieder erste Gäste empfangen werden. Einer pro Bewohner, um genau zu sein. Und natürlich unter Einhaltung aller Hygienevorschriften.

"Wir haben dafür extra einen Pavillon im Garten aufgebaut", erzählt Maren Meinhart. Darin kann die Besucher*in mit ausreichend Abstand an einem Tisch mit einer Plexiglasscheibe als Spritzschutz Platz nehmen und sich mit der Klient*in unterhalten. Wer mehr als einen Gast sehen möchte, kann dies inzwischen auch, allerdings nicht in der Einrichtung. "Aber ein Spaziergang in die Umgebung, zum Beispiel mit den Eltern, ist erlaubt", sagt Maren Meinhart.

Auch in der Wohngruppe Nessdeich wurde ein Pavillon im Garten aufgebaut, um den Klient*innen eine Möglichkeit, Gäste zu empfangen, anzubieten. „Die meisten werden jedoch eher abgeholt statt besucht“, erzählt die stellvertretende Leiterin Jacqueline Maas, das sei auch vor Corona schon so gewesen. Nun aber habe sie gemerkt, wie nach neun langen Wochen des Besuchsverbots beide Seiten auf die Möglichkeit, sich Wiederzusehen, hingefiebert haben.

Auch die Bewohner*innen der Wohngruppen Buchenkamp und Buchenring freuen sich über die neugewonnenen Alltäglichkeiten. Sie treffen sich mit Ihren Angehörigen derzeit ebenfalls ausschließlich im Freien. Entweder bei einem Spaziergang in der Umgebung, oder auf dem großen Platz an der Einrichtung. „Hier kann jeder auf einem der großen Steine sitzen und so ist automatisch ausreichend Abstand zwischen beiden“, erzählt die Leiterin Elke Onken.

Sie merkt, wie die Klient*innen sich über die neue Möglichkeit, Besuch zu empfangen, freuen. „Wieder rausgehen zu dürfen ist eine große Erleichterung. Und die Tatsache, dass man sich wieder verabreden und Pläne machen kann, hebt die Stimmung sehr.“ Aber auch ganz klassische Kommunikationsmittel wie das Telefon oder auch Grüße per Postkarte spielten und spielen auch weiterhin eine große Rolle, um den Kontakt zu Angehörigen aufrecht zu erhalten. Eine echte Umarmung ersetzen Telefonate und Spaziergänge natürlich nicht, aber auch das wird irgendwann wieder erlaubt sein.