Mobile Tagesförderung

Rubrik: Aus den Sozialeinrichtungen

Spazieren gehen, einkaufen oder die Post abholen: Mit der Bezeichnung „Mobile Tagesförderung“ werden unterschiedliche Tätigkeiten zusammengefasst. Kleine Dinge, die den Corona-Alltag verschönern oder erleichtern sollen.

In der Tagesstätte Ilse Wilms übernehmen zwei Mitarbeitende Aufgaben der mobilen Tagesförderung. Eine von ihnen ist Heike Jungesblut. Seit Mai macht sie Spaziergänge mit Klient*innen, die bei ihrer Familie wohnen. „Ich komme zu jedem zwei Mal pro Woche für einen Spaziergang“, erzählt Heike Jungesblut. „Ich hole sie zu Hause ab, schiebe sie dann eine Stunde im Rollstuhl durch die Umgebung und bringe sie anschließend auch wieder zurück.“ Es ist eine willkommene Ablenkung für die Klient*innen, die sich ohne den sonst üblichen Besuch in der Tagesstätte inzwischen oft langweilen. „Eine Klientin, die ich besuche, freut sich immer riesig, wenn ich sie abhole“, sagt Heikel Jungesblut. Für die betreuenden Eltern ist diese Stunde eine kleine Entlastung, um einmal durchatmen zu können.

Doch so schön die Idee dahinter ist – den geregelten Alltag der Tagesstätten kann die mobile Tagesförderung nicht ersetzen. Doch bis die wieder öffnen, sind Heike Jungesblut und die anderen Mitarbeiter*innen von Leben mit Behinderung Hamburg weiterhin unterwegs, um für eine kleine Freude zwischendurch zu sorgen.