Änderungen beim Pflegerecht

Rubrik: Neuigkeiten

Coronabedingt gibt es für die Bezieher*innen von Pflegegeld einige Erleichterungen: So wird das Pflegegeld in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September 2020 auch ohne die verpflichtende Pflegeberatung gezahlt. Ab dem 1. Oktober 2020 sollen die Pflegeberatungen wieder im bisherigen Rhythmus erfolgen.

Pflegeanträge werden in dieser Zeit nach Aktenlage entschieden. Wiederholungsbegutachtungen finden  nicht statt. Die Bearbeitungsfrist ist ausgesetzt; Dringlichkeitsfälle sind definiert und müssen gesondert behandelt werden.

Für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel (Einmaleinlagen, Desinfektionsmittel Hände/Flächen, Mundschutz, Einmalhandschuhe, Schürzen) können noch bis zum 30. September 2020 60 € statt 40 € geltend gemacht werden. Der Zeitraum kann verlängert werden, wenn sich die Prävention der Pandemie verlängert, indem die Bundesregierung die Feststellung der epidemischen Lange von nationaler Tragweite nicht aufhebt.

Wer den Entlastungsbetrag von 125 € pro Monat im Vorjahr noch nicht ausgeschöpft hat, kann dies noch bis zum 30. September 2020 tun. Bis dahin ist auch der Betrag für die Kurzzeitpflege erhöht um 806 € zur Überbrückung von quarantänebedingten Engpässen.