Spiel, Satz und Spaß

Rubrik: Neuigkeiten

Fünf Tage Tennis – das konnten zwölf Jugendliche diesen Sommer beim inklusiven Tenniscamp erleben. Das von René Nicklisch organisierte Camp ermöglichte ihnen jede Menge Zeit auf dem Platz, um erste Erfahrungen mit Ball und Schläger zu sammeln oder ihre sportlichen Fähigkeiten weiter auszubauen.

Gemeinsam mit René Nicklisch und dessen Verein Dazugehören e.V. konnte der Bereich Ferienreisen von Leben mit Behinderung Hamburg dieses Camp ermöglichen. Spenden und Förderungen des Bezirksamtes Nord der Stadt Hamburg sowie tatkräftiges Engagement von Trainer*innen und Betreuerinnen vor Ort sorgten für eine reibungslose Umsetzung. 

Den Auftakt machte Annika Künzel von Special Olympics, die bei der Organisation des Events beratend unterstützt hat und zunächst die Stimmung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Kennenlernspielen lockerte. 

Anschließend standen für alle unterschiedliche Übungen mit und ohne Ball auf dem Trainingsplan. Und das war noch nicht alles. Neben dem sportlichen Teil bot die Woche auch noch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. In zwei Workshops konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kreativ werden und haben gemeinsam mit der Künstlerin Izzy getöpfert und Bilder besprüht. 

Ein weiteres Highlight folgte am letzten Tag, als nach dem Abschlusstraining Max Giesinger nebst Gitarrist Steffen Graef als Überraschungsgäste auf der Anlage vorbeischauten und für die Gruppe ein ganz privates Akustikkonzert spielten.

„Das Tenniscamp war ein absoluter Erfolg“, resümiert Laura Frenker-Hackfort, Mit-Organisatorin und Leitung Ferienreisen bei Leben mit Behinderung Hamburg. „Die Erwartungen an die Woche wurden bei Eltern, Teilnehmenden und Trainer*innen übertroffen.“ So sehr, dass der Wunsch nach einer Fortsetzung geäußert wurde. René Nicklisch überlegt bereits, schon im kommenden Herbst oder Winter eine regelmäßige inklusive Tennisgruppe anzubieten. 

Für die Teilnehmenden wäre das eine tolle Perspektive, wie auch Helena Haiduk, die das Event als Betreuerin begleitet hat, bestätigt. Sie erzählt, dass die Teilnehmenden den Platz am liebsten gar nicht verlassen hätten. Durch ihre Arbeit an einer Hamburger Schule weiß sie, wie schwer es für viele Kinder und Jugendliche mit Behinderung ist, positive Gruppenerlebnisse zu erfahren. Die Beziehungsarbeit, die sie in der Schule über mehrere Monate leiste, liefe auf dem Tennisplatz fast wie von selbst. Sie lobt besonders die Arbeit der Trainer*innen, die ganz individuell auf die Teilnehmenden und ihren unterschiedlichen Leistungsstufen eingegangen sind: „Das nennt sich wahre Inklusion!“