Schwimmen für alle!

Rubrik: Neuigkeiten

Viele Menschen können die öffentlichen Schwimmbäder in Hamburg aufgrund von Barrieren nicht nutzen. Warum sind die Bäder – insbesondere das Festland in Altona, das Bad in Ohlsdorf und das Schwimmbad Inselpark in Wilhelmsburg – nicht barrierefrei? Hier wurden in den letzten Jahren zahlreiche Barrieren abgebaut. Doch bis heute wird Menschen mit körperlichen Einschränkungen, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Adipositas das Bade-Erlebnis verwehrt:

  • Es fehlen Zuwegungen mit durchweg geeigneten Türlösungen vom Eingang bis zum Becken, Umkleideräume mit Liftern sowie bedarfsgerechte Bade-Rollstühle (mit Fußstützen oder für Selbstfahrende).
  • Der Transfer aus dem Rollstuhl im mobilen Lifter am Wasser ist mit Risiken und Wartezeit verbunden und muss mit Muskelkraft erfolgen. Teilweise sind hier bis zu drei Assistenzpersonen erforderlich.
  • In keinem Bad gibt es eine feste lange Rampe mit Handlauf zum selbständigen, schwellenlosen Rollen in das Wasser oder einen festangebauten Lift. Die mobilen, kurbelbetriebenen Lifter sind aufwendig (Zeit und Assistenz). Die unübersehbare Prozedur ist persönlich belastend.
  • Das Bäderland bietet bisher keine inklusiven Schwimmkurse. Dabei könnten solche Angebote Hamburgs Bäder als Orte der Barrierefreiheit auszeichnen.

Die Projektgruppe „Schwimmen inklusiv in Hamburg“, bestehend aus Menschen mit und ohne Behinderungen, setzt sich mit einer großen Zahl an Mitwirkenden seit drei Jahren für barrierefreie Bäder ein. Denn Schwimmen ist ein Grundrecht.

Bei unserer digitalen Veranstaltung „Schwimmen für alle!“ am 20. Januar 2022 um 18 Uhr wollen wir darüber sprechen.