Ausgezeichnet

Rubrik: Neuigkeiten

Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank und die Senatskoordinatorin für Menschen mit Behinderungen, Ulrike Kloiber, übergaben den Inklusionspreis 2021 am 6. April bei der feierlichen Verleihung im Hamburger Rathaus an GUT GEFRAGT. Der Hamburger Inklusionspreis wurde zum 20. Mai von der ARGE der Vertrauenspersonen in der Hamburger Wirtschaft in Kooperation mit der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen vergeben. Er soll die Ausbildung, Neueinstellung und dauerhafte Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen fördern. Zugleich ehrt der Preis Unternehmen, die neue Arbeitsfelder für Menschen mit Behinderungen schaffen und eine Philosophie gegenseitigen Respekts, der Hilfsbereitschaft, Offenheit und des Vertrauens vertreten.

Leben mit Behinderung Hamburg ist einer von fünf Gesellschaftern des Meinungsforschungs-Unternehmens. Die gGmbH ist seit 2014 gemeinnützig tätig. GUT GEFRAGT führt Evaluationen zur Qualität sozialer Einrichtungen durch, welche auch schon bei Leben mit Behinderung Hamburg eingesetzt wurden. Befragt werden Menschen mit Behinderung von Menschen mit Behinderung. Zu dem 30-köpfigen Team zählen 10 Fachkräfte sowie 8 Auszubildende mit Lernschwierigkeiten und Behinderungen. Durch eigene Erfahrungen mit sozialen Dienstleistungen wissen sie aus erster Hand, worauf es bei einer Befragung innerhalb ihrer Peer-Group ankommt. „Unsere Mitarbeiter*innen mit Behinderung sind das Herzstück unseres Unternehmens“, sagt Geschäftsführer Hermann Veser. „Auf ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen fußt das Konzept unserer Evaluationen. Durch den Inklusionspreis erhält ihr Engagement nun eine besondere Auszeichnung.“

Bei der Preisverleihung würdigte Laudator Gernot Stracke, 1. Vorsitzende des Hilfswerks für Contergangeschädigte Hamburg, GUT GEFRAGT als Unternehmen, das alte Denkmuster überwinde und in dem „Inklusion gelebte Praxis“ sei. Evaluator:innen bei GUT GEFRAGT erhalten eine Fachausbildung und arbeiten bei GUT GEFRAGT mit Tarifvertrag auf dem ersten Arbeitsmarkt. In Hamburg wurde damit ein gänzlich neuer Arbeitsbereich für Menschen mit Behinderung geschaffen. Bisher befragten sie 4.000 Personen im Großraum Hamburg.