Erste "Toilette für alle" in Hamburg eröffnet

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Am 2. Juni eröffnete Leben mit Behinderung Hamburg die erste ‚Toilette für alle‘ in der Hansestadt. Sie unterscheidet sich von einer barrierefreien Toilette darin, dass auch ein Wickeltisch für erwachsene Menschen vorhanden ist. 

Wer kennt das nicht, beim Spaziergang im Grünen drückt die Blase und schnell sucht man nach der nächsten Toilette. Für viele Menschen mit Behinderung, insbesondere, wenn sie Inkontinenzeinlagen tragen, gestaltet sich die Suche nach einer Toilette schwierig. Denn sie sind auf eine besondere Ausstattung, eben auf eine Art Wickeltisch für erwachsenen Menschen, angewiesen. Den bietet die „Toilette für alle“. Bisher gibt es erst sechs davon in Norddeutschland, fünf in Niedersachsen und eine in Schleswig-Holstein (Quelle: Stiftung Leben Pur). Am 2. Juni eröffnet Leben mit Behinderung Hamburg die erste „Toilette für Alle“ in Hamburg. Diese ist an die Räume der Tagestätte Pergole angegliedert. Der Bau und Ausstattung wurde durch Gelder der Bezirksversammlung Hamburg Nord ermöglicht. Der Unterhalt liegt bei Leben mit Behinderung Hamburg. Zutritt gibt es mit dem Euro-Schlüssel. 

Fehlende „Toiletten für alle“ sind ein Zeichen mangelnder Teilhabe. Ein Spaziergang im Grünen wird zum Problem, denn es gibt zu wenig oder gar keine „Toiletten für alle“.  Um eine Inkontinenzeinlage bei einem erwachsenen Menschen mit einer Behinderung zu wechseln, braucht es besondere Vorrichtungen. Denn niemand möchte sich gern auf den Toilettenboden in einer öffentlichen Toilette legen. In der „Toilette für alle“ gibt es einen höhenverstellbaren Tisch.

Mit der Eröffnung der „Toilette für alle“ im Pergolenviertel – unweit des Stadtparks – ermöglicht Leben mit Behinderung Hamburg Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen eine Teilhabe am Ausflug ins Grüne. 

Dieser Text ist zuerst in der Szene Hamburg Juni 2022 erschienen.