Personalmangel bei den Ferienhorten

    Wir suchen nach Lösungen und fordern ein Konzept von der Schulbehörde ein Ganztagskonzept.

    Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH – Leistungsanbieter der Ferienhorte für spezielle Sonderschulen – reagiert auf offenen Brief des Kreiselternrates an die Schulbehörde zur eingeschränkten Ferienbetreuung.

    Akuter Personalmangel führte schon vor Corona zur Einschränkung des Angebots. Bereits letztes Jahr trat Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH an die Schulbehörde heran, um auf den Personalnotstand und die Notwendigkeit verlässlicherer Strukturen im Ganztag an den speziellen Sonderschulen hinzuweisen. Auch dazu finden derzeit Gespräche mit der Schulbehörde statt. „Wir kennen die Situation der Eltern sehr genau und wissen, dass die Absage von Ferienhortplätzen für die Familien unzumutbar ist. Es ist uns wichtig, dass die Kinder gut betreut sind. Doch die Rahmenbedingungen des derzeitigen Konzeptes funktionieren nicht. In Absprache mit der Schulbehörde mussten wir aus Personalmangel unser Vergabekonzept freier Plätze ändern. Aber wir haben ganz klar auch einen Kommunikationsfehler gemacht, indem wir uns nicht vorher mit dem Kreiselternrat dazu abgesprochen haben“, so Ralph Grevel, Geschäftsführer Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH.

    Die vom Kreiselternrat bemängelte Kurzfristigkeit der Absagen sei auch ein direktes Resultat von scheiternden Preisverhandlungen. „Seit 18 Monaten versuchen wir mit der Schulbehörde einen Termin zu den Preisverhandlungen zu machen. Erfolglos, weswegen wir momentan nur nach Personalressourcen Betreuungsplätze vergeben können. Wir haben einen Personalschlüssel von 1:2 und können diesen für eine gute Betreuung nicht reduzieren“, äußert sich Maren Seelandt, Bereichsleitung Familie bei Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH.

    Leben mit Behinderung Hamburg problematisiere die prekären Rahmenkonzepte schon seit Langem bei der Schulbehörde: „Wir fordern ein Ganztagskonzept aus einer Hand, wo wirklich ineinander verschränkt gearbeitet wird und Regelschulbetrieb und Schulbegleitung mit eingebunden sind. So können dem Personal volle Verträge angeboten werden, denn die geringe Stundenzahl und der temporäre Einsatz während der Ferien bedingen den Personalmangel. Die heiße Phase, um Mitarbeitende für die Ferienhorte zu akquirieren, ist unmittelbar vor Beginn der Ferien.“ Seelandt beschreibt die aktuellen Lösungen der Situation bei Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH: „Wir sind jetzt in Zusammenarbeit mit der Schulbehörde und den Schulbegleitungsträgern dabei, alles zu tun, was möglich ist und alle Reserven in Bewegung zu setzen.“