Veranstaltungen
COESI Workshop

22.11.2018

Der Ansatz des Personenzentrierten Arbeitens beinhaltet, dass nur die Personen selbst Ausgangspunkt sowohl der täglichen Arbeit vor Ort als auch der strategischen Arbeit sein können. Klienten zu beteiligen, muss also immer das Ziel sein. Die Form, die Methoden und die Aufbereitung der Informationen müssen sich den Teilnehmern und Teilnehmerinnen anpassen. Nur so kann man einen ernsthaften und nachhaltigen Veränderungsprozess gestalten, der Menschen mit Behinderung befähigt, ihr Leben selbstständig nach ihren Bedürfnissen und Wünschen zu gestalten.

Schon bei den Vorbereitungen für das COESI Multiplier-Event am 18. November 2018 standen zwei zentrale Überlegungen im Mittelpunkt: Die Herausforderung, dass das nationale Treffen über eine reine Informationsveranstaltung hinausgehen sollte und dass alle für den Verantwortungsprozess wichtigen Akteure daran beteiligt sind. Schnell war klar: Die Veranstaltung sollte auch eine Form des Austauschs und der Vernetzung bieten und auch Selbstvertreter müssen am Workshop beteiligt sein.

Eingeladen wurden Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen aus dem norddeutschen Raum sowie Menschen mit Behinderung. Als Selbstvertreter wurden Klienten von Leben mit Behinderung Hamburg eingeladen, die an dem zweitägigen Workshop zum Testen des Selbstbewertungstools O2 und an den vielfältigen Angeboten von Wunschwege teilgenommen bzw. eine Persönliche Zukunftsplanung gemacht haben. 21 Menschen mit und ohne Behinderung haben an dem Multiplier-Event teilgenommen.

Das Treffen wurde in den barrierefreien Räumlichkeiten der Geschäftsstelle von Leben mit Behinderung Hamburg ausgerichtet. Mehrere Infowände im Raum informierten die Teilnehmer über das EU-Projekt und die verschiedenen Partner. Moderiert wurde es von den Mitarbeitenden Björn Abramsen, Volker Benthien und Céline Müller. Die dort ansässige Tagesstätte hat das Mittagessen sowie die Kekse für das Treffen hergestellt und geliefert.

Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung des Ablaufs erstellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein gemeinsames Plakat zum Thema Inklusion. Aufgabe war es, nach einer kurzen Vorstellung ins Gespräch zu kommen und sich darüber auszutauschen, was jeder einzelne mit dem Thema Inklusion verbindet und diese Begriffe an die vorgegebenen Buchstaben des Wortes INKLUSION einzubauen.

Anschließend wurde von den Moderatoren das Projekt COESI vorgestellt. Sowohl die Fragestellung und die Intention, als auch die verschiedenen Partnerorganisationen und ihre Arbeitspakete (O1 bis O6). Um zu veranschaulichen, wie die einzelnen Arbeitspakete zusammenhängen, wurden diese als Puzzleteile dargestellt.

Die gemeinsame Mittagspause bot eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen und zu vernetzen. Im Anschluss wurde an den Tischen mit der Methode „Y-Plakat“ gearbeitet. Dies strukturiert die Herangehensweise, indem zuerst Barrieren benannt werden, dann Ideen und Möglichkeiten dazu entwickelt und abschließend erste Schritte beschrieben werden. Ziel war es, sich mit der Frage der Umsetzung der im COESI Projekt benannten Fragestellungen und der Frage nach der Realisierung von Inklusion auszutauschen. Der Austausch der Teilnehmer an den Tischen war lebendig und brachte viele Gedanken zur Sprache. 

Die Veranstaltung endete mit der Aufgabe, Anregungen und Rückmeldungen für das COESI Projekt zu notieren. Auf einem Papierflieger konnten sich die Teilnehmer eigene Gedanken und Ideen mitzunehmen, die den Veränderungsprozess der Inklusion bei einem selbst und innerhalb der Organisation voranbringen kann. Alle Teilnehmende waren sehr zufrieden mit dem Austausch, dem Miteinander und den Informationen. Die externen Teilnehmer haben sich beeindruckt gezeigt von der Atmosphäre der Veranstaltung. Deutlich wurde, dass man nur gemeinsam ein inklusives Miteinander gestalten kann.

Björn Abramsen, Volker Benthien & Céline Müller

Sie wollen mehr wissen? Hier finden Sie den ausführlichen Bericht.

 

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung (Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.