Thema
Der Hamburger Wegbereiter auf der Veddel

18.10.2018

Das Projekt Hamburger Wegbereiter, gefördert von der Leszczynski Stiftung, vernetzt in den Stadtteilen Harburg / Wilhelmsburg und Billstedt die Anbieter der Eingliederungshilfe untereinander und auf der anderen Seite die Eingliederungsmaßnahmen und Pflegeangebote miteinander.

Schaut man auf den nördlichen Rand von Wilhelmsburg, sieht man einen kleinen Stadtteil: die Veddel. Mit 4667 Einwohnern ist es einer der kleinsten Stadtteile dieser Stadt, durchkreuzt und umschlossen vom Straßenverkehr, der unablässig nach Norden und Süden rollt. Die meisten Hamburger haben die Veddel erst zur Kenntnis genommen, als hier das Hamburger Auswanderermuseum seine Pforten öffnete.

Schaut man in die Statistik erfährt man, dass 72,3% der Bewohnerinnen einen Migrationshintergrund haben und der Stadtteil mit einer Arbeitslosenquote von ca. 9,5%, den Hamburger Arbeitslosen-Durchschnitt von ca. 5% weit übersteigt.

Die Veddel wurde durch diverse Projekte in den letzten Jahren aufgewertet. Trotz allem war uns nicht klar, inwieweit es Beratungsangebote für Menschen mit Behinderungen gibt. Für uns stellten sich darum gleich zwei Fragen: Welche Angebote gibt es für Menschen mit Behinderung auf der Veddel? Wie sieht die Struktur vor Ort aus?

Angelockt durch die Initiative Solipolis dachten wir, vor Ort mehr zu erfahren. Doch es kam anders als erwartet. Wir begaben uns selbst auf einen Rundgang, denn die tatsächliche persönliche Wahrnehmung sagt mehr als alle Zahlen. Schon beim Bäcker hörten wir in einem Gespräch, dass es schwierig sei, einen Rollstuhl zu beantragen. Wir stellten uns beim Verein Veddel aktiv vor und konnten sofort mit einer Beratung und Vernetzung zur Teilhabe am Arbeitsleben und zu anderen Leistungen beginnen. Wir freuen uns sehr, auch hier weitere Vernetzungen schaffen zu können.

Rüdiger Pohlmann und Stefanie Meints, Hamburger Wegbereiter

 

Gefördert von der