Ethikkreis - zwischen Pränatest und Entscheidungen am Lebensende

14. August 2019 | Mittwoch | 18.00 - 20.00

Ort: Leben mit Behinderung Hamburg
Südring 36, 22303 Hamburg-Winterhude, 040 - 270 790 - 0, info(at)lmbhh.de, www.lmbhh.de

Aktuell diskutiert der Bundestag in der ersten Jahreshälfte über vorgeburtliche Bluttests und ihre Wirkungen: Es gibt sie bereits – aber jetzt steht in Frage, ob sie Leistungen der Krankenkassen werden und so jeder Schwangeren beratungsunabhängig zur Verfügung stehen sollen.

Wir werden dazu informieren und uns austauschen für die Überlegung zu nächsten Schritten für den Verein.  

Der Elternverein hat seine Haltung grundsätzlich beschrieben und wird sich mit der Unterstützung des Ethikkreises auch aktuell weiter äußern.

 

·          Wir treten einem optimierenden Menschenbild entgegen. Selektivierende Medizin vermittelt ein falsches Verständnis von Behinderungen. Sie erschwert ein Umdenken in der Gesellschaft hin zu mehr Inklusion.

·          Wir anerkennen die individuelle Freiheit werdender Eltern bei ihren Entscheidungen und erwarten für sie staatliche Unterstützungsformate und Beratung.

·          Wir treten für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein und machen uns dafür stark, dass sie sichtbar sind. Wir binden Ärzte, Entscheidungsträger etc. in unser Vereinsleben ein, um ihr Verständnis für Menschen mit Behinderung als Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserer Gesellschaft zu fördern.

Im Ethikkreis wird es auch um die Situationen gehen, die viele von uns kennen und mit denen wir im schlimmsten Fall allein dastehen:
Lebens- und Gesundheitskrisen, Fragen im Rahmen der Verantwortung für sich selbst oder als rechtlicher Vertreter und nächster Angehöriger.

 

Wenn erforderliche Sozialbegleitung nicht gewährleistet ist, ohne Familienbezug Vereinsamung droht, professionelle Pflege im Krankenhaus nicht stattfinden kann, Ärzte als erstes nach der Patientenverfügung fragen:
Wie sicher ist dann die Menschenwürde noch unantastbar?

Neu!

Moderation: Kerrin Stumpf